Drei Frauen und zehn Kinder legen ihre Hände aufeinander, die Kamera ist ganz dicht dran

Klischeefreie Vielfalt

Es gibt Aufträge, die machen glücklich. Weil ich Menschen begegne, die für eine bessere Welt sorgen. Und weil ich ihre Ziele teile.

So war es bei den Drehs für das Projekt „Klischeefreie Vielfalt in Kitas“ in diesem Frühjahr. Für dieses ambitionierte Multimediaprojekt habe ich mit Petra Rickert von pr-imagefilm zehn Einspielfilme produziert. Wir fuhren von Berlin nach Dresden und über Hamburg bis in klitzekleine Dörfer in Niedersachsen. In jeder Kita waren wir aufs Neue überrascht, auf ein riesiges Engagement in Sachen geschlechterbewusster Pädagogik zu treffen.

Dass in Zeiten von Gendermarketing, wo Mädchen mit pinkem Spielzeug und Jungs mit hellblauem überschüttet werden, Erzieherinnen und Erzieher tapfer gegenhalten, hat mich mehr als gefreut. Sie sortieren „Mädchen- und Jungs-Spielzeug“ aus und überprüfen ihren Kinderbücherbestand auf Rollenklischees. Puppenecken werden zu Familienwohnungen, wo Vater-Mutter-Kind-Spiele für alle möglich sind. Und aus den Verkleidekisten verschwinden Prinzessinenkleider und Ritterrüstungen. Stattdessen gibt es Kleidungsstücke aller Art, die den Kindern das Hineinschlüpfen in Fantasierollen ermöglichen.

Am meisten begeistert aber hat mich die Entdeckung, dass klischeefreie Erziehung kein Großstadtprivileg ist. Auch in dörflichen Kitas gibt es Teams, die über das Anerziehen von Geschlechterrollen kritisch nachdenken und es besser machen wollen. Vielfalt in der Kita ist eine Frage des persönlichen Engagements dieser Menschen, denen wir unsere Kinder anvertrauen. Chapeau!

Anschauen lohnt sich: Multimediaprojekt Klischeefreie Vielfalt in Kitas
von der Koordinationsstelle Chance Quereinstieg/Männer in Kitas.