Storyboard – großartiger Helfer

Hitchcock hatte welche, alle Werbefilmer nutzen sie und ich jetzt auch: Storyboards. Bei der Planung eines Beitrags gehe ich vor meinem geistigen Auge immer Szene für Szene durch. Aber Einstellung für Einstellung aufmalen, das ist neu. Für mich.

Klarer Vorteil: mit einem Storyboard kann ich mich meinem Kamerateam mitteilen. Die Regisseurin des Abba-Films “Mama Mia” hatte jede einzelne Szene mit Massen von Tänzerinnen und Tänzern vorher gezeichnet. Große, bunte Bilder: Wow, so geht das also.

Im Alltag meines Fernsehgeschäftes ist anderes gefragt. Statt Storyboard ein Treatment: Ein  kurzes Drehbuch, das verbal den Bau des Beitrags verdeutlicht und somit Grundlage für Absprachen mit der Redaktion ist. Nach meinem Briefing drehen die Kameraleute alle “Bilder”, wie wir sagen, also die Einstellungen, die wir brauchen. Aber ich könnte ja mal testen, Bilder, die vom Üblichen abweichen, vorher aufzuzeichnen. Damit die besser verstehen, was ich meine.

Nun habe ich zwei Clips für den Journalistinnenbund gedreht – mit Storyboard. Ein kurzes Werbefilmchen für das Mentoring-Programm. Und eine Stummfilmparodie für die große Kleb-Dir-einen-Bart-Aktion des Watch-Salon zum Equal Pay Day am 20.3.2015,  featuring die grandiosen MIME*sissies, feministisches Trash-Cabaret vom Feinsten.

 

 

Ich habe selbst die Kamera gemacht, ein großes Vergnügen. Während die MIME*sissies und ich gedanklich an den Feinheiten von Requisite und Slogan bastelten, habe ich mir ein Storyboard gemalt. Einfach gezeichnet, keine große Kunst. Aber sehr hilfreich, um wirklich jede Szene in der passenden Einstellung abzudrehen. Das hat wunderbar funktioniert. Das Video ist online. Nun kann ich mir die Storyboards rahmen und an die Wand hängen. Zum Wegwerfen viel zu schade.